Woran erkenne ich ein gutes Olivenöl?

Wer sich ausgewogen ernährt und regelmäßig Olivenöl zu sich nimmt, hat bessere Chancen, von Zivilisationskrankheiten verschont zu bleiben. Doch Achtung: Dies funktioniert nur mit absolut hochwertigem Extra Vergine!

Doch wie kan man ein hochwertiges von einem minderwertigen Olivenöl unterscheiden? 

Dies ist für einen Laien gar nicht so einfach. Folgende Kriterien helfen bei der Auswahl.

„Nativ“ und „extra“ soll es sein!

Es lassen sich auf dem Markt 3 Qualitätsklassen unterscheiden:

  1. „Natives Olivenöl extra“ (= „Extra Vergine“) entspricht der ersten Güteklasse;
  2. „Natives Olivenöl“ weist dagegen schlechtere Laborwerte z.B. bezüglich des Gehaltes an freien Fettsäuren (zwischen 0,8 und 2 %) auf;
  3. „Olivenöl“ ist schließlich eine Mischung aus chemisch raffiniertem Olivenöl und „nativem Olivenöl“.

In der eigenen Küche sollte man deshalb immer die erst Kategorie „natives Olivenöl extra“ auswählen. Alle anderen Kategorien sind minderwertiger Qualität.

Duft und Geschmack

Ein echtes, gutes Olivenöl ist niemals „neutral“. Es schmeckt und riecht immer nach Olive und darf auf keinen Fall Fehler aufweisen (zum Beispiel muffig, ranzig, stichig oder weinartig riechen). Schulen Sie Ihre Nase und Ihren Gaumen, steigern Sie Ihre Eigenkompetenz.

Die Etikettierung

Das Etikett soll klare Informationen enthalten und gut leserlich sein. Es sollte wie beim Wein auf einer Olivenöl-Flasche der „Jahrgang“, also das Herstellungsjahr, angegeben sein. Das Mindesthaltbarkeitsdatum allein ist nicht ausreichend.

Bezeichnungen wie z. B. „erste Pressung“ sind überflüssig, da Olivenöl „nativ extra“ nur aus erster Pressung stammen darf (eine zweite mechanische Pressung wird niemals durchgeführt). Bezeichnungen wie z. B. „frisch gepresst“, „natürliche Pressung“, „verbesserte Qualität“, „reines Olivenöl“ usw. sprechen für eine unklare und teilweise irreführende Produktbeschreibung.

Der Preis

Der Olivenanbau wir von der EU mit öffentlichen Geldern subventioniert. Dennoch sind die Produktionskosten für einen seriösen Olivenbauern hoch. Jede einzelne Arbeitsphase wirkt sich auf die Qualität des Endproduktes Olivenöl aus und ist dementsprechend mit Kosten verbunden: ab Frühjahr die Bearbeitung des Bodens, Kontrolle von Unkraut und Schädlingen, das Beschneiden der Bäume, die Ernte und die Pressung der Oliven im Herbst, eventuell die Filtrierung, die Lagerung in Großbehältern, das Abfüllen (Kosten von Flasche, Verschluss und Etikett), der Transport, die Spanne des Händlers. Bei einem Olivenöl für ca. 4,- Euro (pro Liter) darf man sich durchaus Fragen zur möglichen Qualität stellen, zumal man bedenken sollte, dass für 20 Liter Öl 100 kg Oliven gepresst werden müssen. 

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