Fluor - gesund oder schädlich?

Lange Zeit galten Fluoride als wichtiger Bestandteil für die Härtung des Zahnschmelzes, zur Kariesprophylaxe oder für die Erhaltung der Knochenfestigkeit. Dementsprechend werden sie bestimmten Konsumgütern wie Salz oder Zahnpasta zugesetzt und auch Trinkwasser wurde in vielen Teilen der Welt lange Zeit fluoridiert. Heute stehen Fluoride allerdings zunehmend in der Kritik.  

Das chemische Element Fluor ist in Form von Fluorsalzen oder Fluoriden weit verbreitet. Fluoride sind unter anderem in geringer Konzentration in Wasser, Luft, Pflanzen und Tieren enthalten und werden mit vielen Lebensmitteln vom Menschen aufgenommen. Bei Fluor selbst handelt es sich um ein sehr giftiges Gas, das in der Erdkruste auftritt. In Verbindung beispielsweise mit Natrium oder Kalzium spricht man von Fluoriden, denen auch gesundheitsförderliche Eigenschaften zugeschrieben werden.

Einsatz von Fluoriden in der Medizin

Abgesehen von der Kariesprophylaxe und der Förderung von Knochenwachstum und –festigkeit kommen Fluoride und Fluorkomplexe beispielsweise in der Krebstherapie, in Schmerzmitteln, als Inhalationsnarkotikum, zur Regulierung des Fettstoffwechsels, in Psychopharmaka, Blutersatzstoffen in der Notfallmedizin oder auch in Arzneimitteln für Tiere zum Einsatz. 
Die gleichzeitige Verwendung von Fluoriden in Rattengift und Pestiziden lässt allerdings ahnen, wie schmal der Grat zwischen Nutzen und Gefahr ist. Wenngleich Fluoride nicht gleichermaßen giftig wie Fluor selbst sind, so können sie dem menschlichen Körper in zu hoher Dosierung doch schaden oder gar gefährlich werden. Während Fluorid beispielsweise in der Zahnpasta den Zahnschmelz härten und somit vor Karies schützen kann, führt eine Überdosierung möglicherweise zur Schädigung der Zähne. Besonders bei Kindern sind in diesem Fall häufig weiße Linien oder Flecken auf den Zähnen zu beobachten, die sogenannte Fluorose. In schlimmen Fällen können Zähne brüchig werden und frühzeitig eine überhöhte Abnützung aufweisen.

Gefahren durch Überdosierung

Es gibt Hinweise darauf, dass zu großen Dosen von Fluoriden und Fluorsalzen  dem Organismus in vielfältiger Weise dauerhaft schaden können. So werden Zusammenhänge mit Krebserkrankungen, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Arthritis, Nierenleiden oder gar Schädigungen des Gehirns vermutet. Auch die Förderung der Knochenfestigkeit kann bei Aufnahme von zu hohen Fluoridmengen ins Gegenteil umschlagen: Bei einer Knochenfluorose ist zwar die Knochendichte erhöht, aber gleichzeitig geht dabei die Elastizität verloren, was zu Brüchigkeit oder Versteifungen führen kann. Zudem werden Nervenschädigungen für möglich gehalten.
Akute  und Chronische Vergiftung
Zu einer akuten Fluorid-Vergiftung kann es beispielsweise kommen, wenn Kinder den Inhalt einer kompletten Tube Zahnpasta oder eine ganze Packung Fluoretten verspeisen – Dinge, die bei aufmerksamen Eltern nicht passieren sollten. In diesen Fällen muss mit Übelkeit, Brechreiz, Bauchschmerzen und Durchfall gerechnet werden und auch nervliche Probleme wie ein Kribbeln sind möglich. 
Chronische Vergiftungen hingegen entstehen, wenn über längere Zeiträume überhöhte Fluoridmengen aufgenommen werden, z.B. über stark fluoridiertes Trinkwasser, Salz, Tabletten oder hochdosierte Zahnpflegemittel. Auch berufsbedingte Vergiftungen sind möglich, denn Fluor kommt in vielen anderen Bereichen wie Kunststoff- und Automobilindustrie, Nukleartechnologie, Lasertechnik etc. zum Einsatz.

Wo liegt die Grenze zwischen Nutzen und Risiko?

Auch Behörden, Ärzte und Zahnärzte sind sich nicht einig, ob zusätzliches Fluorid sinnvoll ist oder nicht. Während manche Kinderärzte noch immer Fluoridtabletten für Babys verschreiben, raten andere davon ab. Ähnliches gilt für die Verwendung von fluoridierten Kinder-Zahncremes oder Speisesalz. Ganz offensichtlich fehlt es an verlässlichen Informationen über die Sicherheit von Fluoriden. Man sollte also davon ausgehen, dass bei einer gesunden Lebensweise und Ernährung ausreichend Fluorid vom Körper aufgenommen wird, um die positiven Eigenschaften zu nutzen, ohne sich den Gefahren auszusetzen. Der konkrete Einsatz im therapeutischen Bereich ist natürlich ein anderes Thema.

Die hier veröffentlichten Informationen werden nach bestem Wissen weitergegeben. Es handelt sich nicht um Diagnose- oder Therapieanweisungen. Bei dem Verdacht auf eine Erkrankung suchen Sie unbedingt Ihren Arzt oder Heilpraktieker auf. Die Veröffentlichungen dienen zu Ihrer Information und Weiterbildung. Wir schließen die Haftung für Schäden jedweder Art, die durch die Anwendung der Angaben direkt bzw. indirekt entstehen, aus.

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